Verpackungsmaschinen mit modularem Bildverarbeitungssystem
Pick and Place Vision System sichert gleichbleibend hohe Qualität
Automatisierung ist ohne industrielle Bildverarbeitung nicht denkbar. Auch in automatisierten Verpackungsprozessen spielen Bildverarbeitungssysteme eine große Rolle. Das ist nicht trivial, denn ein wesentliches Merkmal von Prozessen wie beispielsweise Pick and Place oder bei Schlauchbeutelmaschinen ist der ständig fortlaufende Produktfluss. Kameras arbeiten allerdings mit einzelnen Bildern, die den Produktfluss nicht vollständig darstellen können. Deshalb hat Schubert eine eigenes Pick and Place Vision System entwickelt, das auf die Anforderungen in Verpackungsmaschinen zugeschnitten ist und den Einsatz von Robotik unterstützt.
Vision-System zur Qualitätskontrolle
Mit dem Pick and Place Vision System profitieren Schubert-Kunden in erster Linie von einer automatisierten und hoch effizienten Qualitätskontrolle: Nur Produkte, die den programmierten Spezifikationen des Kunden entsprechen, werden vom Vision-System erkannt und anschließend von den Pick-and-Place-Robotern der Verpackungsmaschine aufgenommen. Egal ob Schlauchbeutelmaschine, Kartonpacker oder einfach Pick and Place – am Ende des Verpackungsprozesses stehen für den Hersteller weniger Ausschuss, weniger Reklamationen, weniger Kosten und die Garantie auf gleichbleibend hohe Produktqualität.
Modular aufgebaute Bildsysteme für jede Anwendung
Elementarer Bestandteil des Pick and Place Vision Systems von Schubert sind Zeilensensoren. Sie sind in den Auflicht-Scannern und 3D-Scannern integriert und ermöglichen es, einen stetigen Produktfluss zu beobachten. Wie alle Systemkomponenten in den Verpackungsmaschinen von Schubert ist auch das Vision System modular konstruiert: Die 200 Millimeter breiten Module können in einem Scanner bis zu einer Arbeitsbreite und damit einer Produktbandbreite von 1800 Millimetern kombiniert werden. Um die industrielle Bildverarbeitung zu vervollständigen, umfasst das Vision System auch integrierte Beleuchtung, Software und weitere Anwendungen. Dazu gehört unter anderem der „Griff in die Kiste“, bei dem die Produkte von einem Roboter im Pick and Place aus der Unordnung aufgenommen werden.
Die Zukunft: Neuronale Netze
Es gibt allerdings Produkte, die mit herkömmlicher Bildverarbeitung nicht zu kontrollieren sind. Denn klassische Pick and Place Vision Systeme basieren darauf, dass sich die Produkte mit wenigen Parametern eindeutig identifizieren lassen. Bei so genannten „lebenden“ Produkten, die hohe Produktionstoleranzen aufweisen, sind die Abweichungen so stark, dass sie mathematisch nur schwer oder gar nicht zu beschreiben sind. Die Software müsste zu viele Parameter überprüfen, die zudem miteinander korrelieren und voneinander abhängig sind. Deshalb wird Schubert für sein Vision-System in Zukunft verstärkt auf neuronale Netze und künstliche Intelligenz (KI) setzen. Damit lernt das Bildverarbeitungssystem sich selbst ein und sortiert in einem längeren Lernprozess die Produkte selbstständig in Klassen. Das heißt, dass die Parameter vom System ausgewählt werden und nicht mehr vom Programmierer. Für Kunden bedeutet das ein Schritt in die Selbstständigkeit: Unter bestimmten Voraussetzungen könnten sie mit neuronalen Netzen ihre Verpackungsmaschine in Zukunft allein auf ein neues Produkt einlernen.
Modulare Scanner-Technologie
Bildverarbeitung mit Vision-System in 2D und 3D


Qualitätskontrolle in der Praxis
Pick and Place mit dem Vision-System

Farbenkontrolle
In der Verpackungsmaschine des Herstellers Pixie Ice Cream sorgt ein Pick and Place Vision System mit Auflicht-Scanner für die korrekte Zusammenstellung der Produkte. Die Roboter verpacken die farbigen Speiseeis-Sorten automatisch als Sortimente in die Schachteln.

Formencheck
Die Traditionskonditorei Guschlbauer produziert eine große Vielfalt an feinen Gebäckstücken, von Punschwürfeln über Kokoskuppeln bis zu Schnitten und Stangerln. Vor dem Verpacken in Trays mit Pick and Place wird jedes Produkt von einem Auflicht-Scanner auf seine einwandfreie Form überprüft. Im Anschluss laufen die Trays in zwei Schlauchbeutelmaschinen.

Höhenüberprüfung
Bei dem Süßwarenhersteller Bahlsen gleicht das Vision-System mit Hilfe eines 3D-Scanners die vorgegebene Produkthöhe bei den Doppelkeksen mit Cremefüllung ab. So werden in der Verpackungsmaschine nur die vollständigen Produkte per Pick and Place verarbeitet und die Trays dann in einer Schlauchbeutelmaschine verpackt.
Pick and Place Vision System, modular konzipiert

Scanner-Module und Software-Bibliothek für mehr Flexibilität
Um das Bildverarbeitungssystem an jedes Produktband anpassen zu können, bestehen die Scanner aus kombinierbaren Modulen. Bis zu 1800 Millimeter breite Bänder können damit überwacht werden. Auch die Programme der Software sind modular aufgebaut: In einer digitalen Bibliothek liegen verschiedene Programmmodule für unterschiedliche Produktkategorien. Diese werden für jeden Kunden spezifiziert.

Formatwechsel durch automatische Einstellung der Parameter
In der einsatzbereiten Software des Vision-Systems werden die Formate der Verpackungsmaschine und ihre zugehörigen Parameter gespeichert. Dafür muss anhand der Kundenspezifikationen jedem Produkt bestimmte Parameter wie Höhe, Farbe oder Form zugeordnet werden. Bei einem Formatwechsel lädt die Software das neue Format und stellt die Parameter zur Bilderkennung automatisch um.



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